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Spitzbergen: 2 Couchpotatoes in der Arktis (Teil 3)

Spitzbergen – 2 Couchpotatoes in der Arktis (Teil 3) In  Teil 1 und Teil 2 habe ich euch bereits mitgenommen zu chaotischen Reiseplanungen, unserer Anreise auf Spitzbergen und unserem Start in das Abenteuer Arktis. Hier kommt der 3. und letzte Teil der Serie.   Tatsächlich wird das Wetter nicht viel besser auf Spitzbergen. Auch in den nächsten Tagen nicht. Anton schüttelt den Kopf. Dieses Jahr sei das Wetter wirklich verrückt. Alle Regeln die seit jeher galten sind hinfällig. Wir nehmen es wie unser Guide mit einem Schulterzucken hin und machen das Beste daraus. Immerhin sitzen wir nicht wie die Truppe vor uns mit alle Mann in einem Zelt fest, sondern können weiter fahren. Wie das auszuhalten war, während des Sturms, frage ich Anton. „Kuchen“ ist seine kurze Antwort, die Erklärung genug sein muss.

Prag – die goldene Stadt

Prag – die goldene Stadt Ein Wochenende zwischen Hradschin und Pulverturm   Wie jetzt? Prag? Das liegt doch gar nicht in Skandinavien. Das ist richtig. Doch auch wenn mein innerer Kompass immer gen Norden zeigt, so bin ich doch einfach generell reisefreudig. Prag kannte ich flüchtig von früheren kurzen Besuchen. Zuletzt war ich vor etwa 15 Jahren mit meiner Examensklasse der Hebammenschule (Grüße und Küsse an euch!) dort. Als jetzt im Mai beim Kaiser und mir der 10. Hochzeitstag anstand und wir recht kurzentschlossen gemeinsam wegfahren wollten, kam mir das goldene Städtchen wieder in den Sinn und der Kaiser stimmte zu. Für günstige Bahntickets war es bereits zu spät und so machten wir einen Roadtrip daraus. Via Airbnb fanden wir eine kleine entzückende Dachwohnung (mit ebenso entzückendem Host) mit Blick auf die Prager Burg zur einen und auf die Karlsbrücke zur anderen Seite. Ein wirklich wunderschöner Ausgangspunkt, um Prag zu entdecken. Aber seht selbst:

Norwegen – die goldene Route über den Trollstigen nach Geiranger

Norwegen – die goldene Route   (Linksammlung am Ende des Beitrags) 17. Mai. Nationalfeiertag in Norwegen. Was passt da besser, als über dieses wundervolle Land zu schreiben? Genauer gesagt über eine ganz spezielle Ecke. Ich nehme euch mit in die nördlichste Provinz der Region Vestlandet. Nach Møre og Romsdal. Seit ich als Teenager das erste Mal ein Magazin in die Hand bekam, in dem ich ein Bild des Geirangerfjords sah, wollte ich unbedingt nach Norwegen reisen und vor allem auch selbigen Fjord sehen. Es gab viele, die mir sagten ich sei bestimmt enttäuscht. Die Region sei überlaufen und es gäbe noch viel imposantere Fjorde. Doch es zog mich genau da hin. 2008 war es soweit. Der Kaiser und ich planten unsere erste Norwegenreise. Anfahrt Und so fahren wir dann los. Norwegen hat mich vom ersten Moment, aber als wir die E 136 durch das Romsdal fahren und sich neben der Straße die Berge auftürmen, wild und rau, da ist es ein bisschen wie nach Hause kommen. Kennt ihr das? Wenn man in der Fremde solche …

Spitzbergen: 2 Couchpotatoes in der Arktis (Teil 2)

2 Couchpotatoes in der Arktis (Teil 2)   Ich hatte euch schon mitgenommen zu den wirren Reiseplanungen und dem atemberaubenden Anflug auf Spitzbergen. In die Arktis. In Teil 2 kommen wir in Longyearbyen an, treffen auf die Hunde und einen mürrischen Guide, starten unser Abenteuer und verbringen die erste helle Nacht im Zelt. Hier geht es zu Teil 1: klick Da waren wir nun also. Auf Spitzbergen. In der Arktis. In Longyearbyen am Flughafen, um genau zu sein. Der Bus brachte uns und eine bunte Mischung aus Ankömmlingen in die Stadt, von wo aus wir uns verteilten. Im Büro unseres Reiseveranstalters vor Ort bekamen wir die Unterlagen samt Zeitplan und wurden zu unserer Unterkunft am Ortsrand gefahren. Die erste Nacht verbrachten wir im Gjestehuset 102, bevor wir am nächsten Morgen abgeholt wurden. Unser Guide würde Anton sein, hatte man uns gesagt. Da wären wir in guten Händen. Warum das so betont wurde, begleitet von einem eindringlichen Blick, sollte sich uns erst später erschließen. Zunächst beschlossen wir, noch einmal in den kleinen Ort zu laufen. Immerhin …

Spitzbergen: 2 Couchpotatoes in der Arktis (Teil 1)

Gerne möchte ich euch auch von vergangenen Reisen berichten. 2008 zum Beispiel landeten wir recht unbedarft im arktischen Spitzbergen. Wie es dazu kam und was wir dort erlebten, lest ihr in Teil 1 der Serie: Spitzbergen: 2 Couchpotatoes in der Arktis Die Planung der Spitzbergen-Reise 2007 haben wir geheiratet. Der Kaiser und ich. Die Hochzeitsreise war schön, aber doch etwas kurz und unspektakulär. Wir fuhren mit einem gemieteten Wohnmobil noch einmal die Irland-Tour, die uns 2005 so begeistert hatte. Nur war diesmal das Wohnmobil unterirdisch und das Wetter irgendwie auch und außerdem war es zu kurz und … ach. Es war schön, aber irgendwie waren es nicht die erträumten Flitterwochen, von denen man noch Kindern und Enkeln erzählen wird. Also planten wir für 2008 die „richtigen“ Flitterwochen. Es sollte etwas Besonderes sein. Etwas, dass man nur einmal im Leben macht. Und nicht so warm. Ein Hauch von Abenteuer. Noch war ja auch kein Kind da. Was also wollten wir sehen und erleben? Schnee und Eis. Ewiges Eis. Am besten mit einem Forschungsschiff. In die Antarktis. …

Immer wieder Helsinki – ein Reisebericht

Immer wieder Helsinki „Wird das nicht langsam langweilig?“, werde ich oft gefragt, wenn ich (mal wieder) nach Helsinki reise. Ich verstehe die Frage nicht. Ein Lieblingslied hört man doch auch immer wieder. Oft liest man sogar das Lieblingsbuch mehrfach oder schaut den Lieblingsfilm unzählige Male. Wieso soll also gerade eine Stadt, die ohnehin immer in Bewegung ist, langweilig werden? Ich jedenfalls freue mich auch dieses Mal wieder wie ein kleines Kind auf den Besuch. Helsinki im Januar. Hatte ich auch noch nicht. Der Finnair-Flieger fliegt mir viel zu langsam, doch irgendwann spuckt er uns endlich in Vaanta am Flughafen aus. Koffer holen, ab in den Finnair-Bus (Tipp: gleich ein Return-Ticket kaufen) und – man ahnt es schon – freuen, dass das Handy sich automatisch mit dem WLAN verbindet. Endlich wieder hier. Vertraut und fremd zugleich. Und obwohl ich schon so oft in diesem Bus saß, entdecke ich etwas Neues: Steckdosen! Ihr könnt im Bus ganz komfortabel das Handy laden. „Everything works a bit better in Finland“, seufzt meine Mitreisende. Das dünenmädchen. Und sie hat ein …

Helsinki – eine Liebeserklärung

Helsinki… Kann man sich verlieben in eine Stadt, die man noch gar nicht kennt? Kann man sich überhaupt verlieben in eine Stadt? Und wieso haben es die Einen und die Anderen nicht? Dieses Ding mit dem Fernweh. In meinem Fall eher so ein Fieber. Nordlandfieber. Ein innerer Kompass, der immer nach Norden zieht und der schmerzt, wenn man zu lange nicht nach gibt. Schon oft bin ich dem Ruf gefolgt. Nordwärts. Natürlich. Bis zum Nordkapp sogar. In Helsinki war ich nie. Ich bin nicht so der Stadtmensch. Also eigentlich. Uneigentlich weiß ich, wie albern diese Allgemeinplätze sind. Als ich mit Mann und Kind und Wohnmobil zu unserer ersten Nordlandfahrt aufbrach, kamen wir mit der Fähre über Helsinki. Wir touchierten die Stadt nur und fuhren weiter nordwärts. Natürlich. Wir sind ja keine Stadtmenschen. Aber da war dieses unbestimmte Gefühl etwas versäumt zu haben. Das Gefühl, dieser Stadt hätte man eine Chance geben sollen. Ein hartnäckiges Gefühl. Und irgendwann gab ich nach. Mitten im Dezember kam ich wieder. Es war fremd, dunkel, nass, kalt und dennoch fühlte …