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Herzensort Uunisaari

Uunisaari – ein Herzensort

Ich liebe Helsinki. Das ist kein Geheimnis. Eine Liebeserklärung  habe ich bereits verfasst: https://nordlandfieber.de/helsinki-eine-liebeserklaerung

Aber was ist eigentlich  mein liebster Ort in dieser Stadt? Das wurde ich schon oft gefragt und ich habe eine scheinbar ganz unspektakuläre Antwort: Uunisaari. Kennt ihr das, wenn man weit weg von zu Hause plötzlich das Gefühl von Heimat und „angekommen sein“  hat? Das Gefühl schon mal da gewesen zu sein? Nicht oft, aber immer mal wieder findet man diese Herzensorte. Meist sind sie auf den ersten Blick gar nicht so aufregend oder besonders und doch weiß man, wenn man einen solchen Ort gefunden hat. So ging und geht es mir mit Uunisaari. Die kleine Felseninsel vor der Küste Helsinkis, ist nur einen Steinwurf vom Stadtzentrum entfernt und doch eine Möglichkeit dem Trubel zu entkommen. Das erste Mal war ich im Winter auf Uunisaari. In der kalten Jahreszeit ist die Insel bequem über einen Steg zu erreichen. Im Sommer fährt ein Boot oder man kommt zu Fuß über Liuskasaari – ebenfalls per Boot zu erreichen. (Absolut empfehlenswert: Das Restaurant „Skiffer“ auf Liuskasaari. Unbedingt eine der leckeren Liuskas probieren!) Auf Uunisaari fällt das rote Backsteingebäude auf, das heute das Ugn Uunisaari beherbergt. Am Wochenende bietet das Restaurant Brunch an und ist ansonsten ein beliebter Veranstaltungsort für Hochzeitsfeiern etc. Auch 2 Saunen gehören zu dem Komplex. Man kann sie das ganze Jahr über mieten und der kleine Sandstrand lädt zum Baden ein. Im Winter geht es über einen Steg zum Eisbad nach dem Saunagang.

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Das Ding mit der Bucket List – warum jeder eine haben sollte

 

Das Ding mit der Bucket List – warum jeder eine haben sollte

 

Sie ist in aller Munde, die Bucket List. Die magische Liste mit Dingen, die man noch getan haben sollte bevor man „in die Kiste springt“ (englisch: to kick the bucket). Auch der Ausdruck „Löffelliste“ ist mir schon begegnet, der Titel ist wohl selbsterklärend. Warum aber sollte ich sie nun schreiben, diese Liste? Weder drohe ich den Löffel abzugeben, noch habe ich das Gefühl bisher nichts erlebt zu haben in meinem Leben. Sie begegnete mir aber unweigerlich immer wieder und so setzte ich mich doch damit auseinander. Und nach und nach gefiel mir die Idee doch. Um die Liste zu schreiben, muss ich mich doch unweigerlich mit der Frage auseinander setzen, was ich eigentlich vom Leben noch erwarte. Quasi eine To-Do-List für mein Leben erstellen. Kleine und große Dinge. Ich muss mich fragen wer ich bin, wohin ich will und was ich tun will mit dieser mir geschenkten, kostbaren Lebenszeit. Eine Frage, die wir uns doch alle ab und an mal wieder stellen sollten. Und zwar nicht erst dann, wenn der Sensenmann uns schon freundlich zuwinkt.

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Spitzbergen: 2 Couchpotatoes in der Arktis (Teil 1)

Gerne möchte ich euch auch von vergangenen Reisen berichten. 2008 zum Beispiel landeten wir recht unbedarft im arktischen Spitzbergen. Wie es dazu kam und was wir dort erlebten, lest ihr in Teil 1 der Serie:

2 Couchpotatoes in der Arktis …

2007 haben wir geheiratet. Der Kaiser und ich. Die Hochzeitsreise war schön, aber doch etwas kurz und unspektakulär. Wir fuhren mit einem gemieteten Wohnmobil noch einmal die Irland-Tour, die uns 2005 so begeistert hatte. Nur war diesmal das Wohnmobil unterirdisch und das Wetter irgendwie auch und außerdem war es zu kurz und … ach. Es war schön, aber irgendwie waren es nicht die erträumten Flitterwochen, von denen man noch Kindern und Enkeln erzählen wird. Also planten wir für 2008 die „richtigen“ Flitterwochen. Es sollte etwas Besonderes sein. Etwas, dass man nur einmal im Leben macht. Und nicht so warm. Ein Hauch von Abenteuer. Noch war ja auch kein Kind da. Was also wollten wir sehen und erleben? Schnee und Eis. Ewiges Eis. Am besten mit einem Forschungsschiff. In die Antarktis. Zu den Pinguinen. Ja! Sowas sollte es sein. Wir fanden die Idee toll. Okay. Ich fand sie toll und verkaufte sie dem Kaiser gekonnt. Schnell kam jedoch die Ernüchterung. Die Reisekasse reichte, trotz gutem Füllungszustand, bei Weitem nicht für einen solchen Trip. Und außerdem war die Antarktis für uns ja auch irgendwie die falsche Richtung. Gut. Planänderung. Dann mit dem norwegischen Postschiff Richtung Norden. Norwegen. Hurtigruten. Bergen – Kirkenes – Bergen.  Oder auch doch nicht. Zwar steht „die schönste Seereise der Welt“ definitiv auf meiner Bucket-List, aber irgendwie ist das so kurzfristig auch nicht bezahlbar und zu wenig Schnee und Eis im Frühjahr war auch blöd. Ernüchterung macht sich breit. Gut. Dann eben Nordnorwegen. Lofoten oder so. Wunderschön. Keine Frage. Aber irgendwie weit ab vom ursprünglichen Plan. Der Finger fährt rastlos über die Weltkarte. Zu weit. Zu teuer. Aber halt. Was ist eigentlich mit Spitzbergen? Ich weiß nicht viel über Spitzbergen. Es gehört zu Norwegen. Es ist kalt. Den Rest muss ich googlen. 2 Stunden später ist klar: Ich muss da hin. Um den Kaiser zu überzeugen, erstelle ich direkt mal einen Plan. Die erste gute Nachricht: Seit 1975 ist Spitzbergen, dass im norwegischen Sprachgebrauch Svalbard heißt („kühle Küste“), mit dem Flugzeug erreichbar. Der nördlichste Flughafen der Welt mit regulären Linienflügen. Das gefiel mir. Natürlich nicht per Direktflug. Dass wir von Frankfurt erst nach Oslo, von dort nach Tromsø und dann nach Longyearbyen fliegen würden und dafür über 24 Stunden brauchen würden, musste ich ja nicht direkt erwähnen. Tatsächlich fand ich in dem kleinen Longyearbyen mehr touristische Angebote, als erwartet. Natürlich richteten sich die meisten der Angebote an Menschen, die deutlich abenteuerlustiger, erfahrener und fitter waren als wir 2 Couchpotatoes. Ich entdeckte aber einen Anbieter, der sich nicht nur an Extremsportler mit Erfahrung richtete. Perfekt. Es wurde eine 5-tägige Hundeschlittentour für Anfänger angeboten, die nach einem Telefonat mit dem Büro des Veranstalters auch für uns machbar klang. Zelten in der Arktis. Für mich klang das toll. Die Tatsache, dass dies auch hieß im Wohnzimmer der Eisbären nur in einer Kunstfaserhülle zu nächtigen, verdrängte ich tapfer. Es gibt fast nie Tote durch Eisbären auf Spitzbergen und wenn einmal in 10 Jahren ein Unfall geschieht, dann in der Regel, weil man sich nicht an die Sicherheitsvorschriften gehalten hat. Das hatte ich schließlich nicht vor. Ich plante und rechnete und informierte mich und war immer mehr fasziniert. Dem Kaiser war schnell klar, dass er ohnehin verloren hatte. Zumal erste Hochrechnungen ergaben, dass es finanziell irgendwie machbar war. Und so kam es, wie es kommen musste: wir buchten die Reise.

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Immer wieder Helsinki – ein Reisebericht

Immer wieder Helsinki

„Wird das nicht langsam langweilig?“, werde ich oft gefragt, wenn ich (mal wieder) nach Helsinki reise. Ich verstehe die Frage nicht. Ein Lieblingslied hört man doch auch immer wieder. Oft liest man sogar das Lieblingsbuch mehrfach oder schaut den Lieblingsfilm unzählige Male. Wieso soll also gerade eine Stadt, die ohnehin immer in Bewegung ist, langweilig werden? Ich jedenfalls freue mich auch dieses Mal wieder wie ein kleines Kind auf den Besuch. Helsinki im Januar. Hatte ich auch noch nicht. Der Finnair-Flieger fliegt mir viel zu langsam, doch irgendwann spuckt er uns endlich in Vaanta am Flughafen aus. Koffer holen, ab in den Finnair-Bus (Tipp: gleich ein Return-Ticket kaufen) und – man ahnt es schon – freuen, dass das Handy sich automatisch mit dem WLAN verbindet. Endlich wieder hier. Vertraut und fremd zugleich. Und obwohl ich schon so oft in diesem Bus saß, entdecke ich etwas Neues: Steckdosen! Ihr könnt im Bus ganz komfortabel das Handy laden. „Everything works a bit better in Finland“, seufzt meine Mitreisende. Das dünenmädchen. Und sie hat ein bisschen recht.

Einen kurzen Einkauf und eine Tramfahrt (Nr. 4) später, kommen wir im Schullandheim, pardon, dem Hostel an. Eurohostel Katajanokka. Der Zimmercharme irgendwo zwischen Jugendherberge und Kaserne. Aber sauber ist es und für 2 bis 3 Nächte durchaus in Ordnung. (Ohrstöpsel einpacken. Die Wände sind dünn wie Knäckebrot.)

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Helsinki – eine Liebeserklärung

Helsinki…

Kann man sich verlieben in eine Stadt, die man noch gar nicht kennt? Kann man sich überhaupt verlieben in eine Stadt? Und wieso haben es die Einen und die Anderen nicht? Dieses Ding mit dem Fernweh. In meinem Fall eher so ein Fieber. Nordlandfieber. Ein innerer Kompass, der immer nach Norden zieht und der schmerzt, wenn man zu lange nicht nach gibt. Schon oft bin ich dem Ruf gefolgt. Nordwärts. Natürlich. Bis zum Nordkapp sogar. In Helsinki war ich nie. Ich bin nicht so der Stadtmensch. Also eigentlich. Uneigentlich weiß ich, wie albern diese Allgemeinplätze sind. Als ich mit Mann und Kind und Wohnmobil zu unserer ersten Nordlandfahrt aufbrach, kamen wir mit der Fähre über Helsinki. Wir touchierten die Stadt nur und fuhren weiter nordwärts. Natürlich. Wir sind ja keine Stadtmenschen. Aber da war dieses unbestimmte Gefühl etwas versäumt zu haben. Das Gefühl, dieser Stadt hätte man eine Chance geben sollen. Ein hartnäckiges Gefühl. Und irgendwann gab ich nach. Mitten im Dezember kam ich wieder. Es war fremd, dunkel, nass, kalt und dennoch fühlte es sich gut an. Helsinki macht es einem leicht. Der kleine Flughafen bietet keinen Raum um sich zu verlaufen. Man fällt vom Kofferband geradezu direkt in den Finnair Bus und fährt gemütlich Richtung Zentrum. Unweit unseres Hotels befand sich eine Haltestelle und so bezogen wir das Zimmer und uns noch eine Schicht mehr an, bevor wir mit der Tram weiter fuhren. Ich mag öffentliche Verkehrsmittel nicht. Doch sich hier zurecht zu finden ist wirklich nicht schwer.

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A wie Anfang

Oder: Aller Anfang ist schwer

Reisen, Fotos knipsen, schreiben – das kann ich. Kreativ bin ich auch. Am PC bin ich leider überdurchschnittlich unterbegabt. Also bitte habt noch ein wenig Geduld, bis das hier so funktioniert wie es soll. Denn das wird es. Ich hab doch so viel zu erzählen …