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Mittsommer – Bräuche, Deko und Rezepte rund um die längste Nacht des Jahres

Ich bin ein Mittsommerkind. Geboren am Abend der Sommersonnenwende und aufgewachsen mit Astrid Lindgrens „Wir Kinder aus Bullerbü“, bin ich seit jeher fasziniert von den Bräuchen und Geschichten rund um das Mittsommerfest. In diesem Artikel gibt es neben Infos und Geschichten zur längsten Nacht des Jahres auch Ideen für die eigene Mittsommer-Party.

Was ist Mittsommer, Midsommar, Juhannus oder Sankt Hans?

Wie genau nennt man das Fest denn nun eigentlich und was feiert man da, fragt sich vielleicht der ein oder andere. Die Schweden feiern Midsommar, die Finnen Juhannus, die Dänen Sankt Hans und wir nennen die Feierlichkeiten rund um die Sommersonnenwende eben Mittsommer, auch wenn diese in den nordischen Ländern deutlich mehr zelebriert werden als bei uns. Im Vorläufer unseres heutigen Kalenders war die Sommersonnenwende nicht am 21., sondern am 24. Juni. An diesem Tag wurde und wird das Hochfest Johannes des Täufers gefeiert, womit sich wohl Bräuche der vorchristlichen Sonnenwendfeiern verbanden. Je nach Land steht die Feier des Sommeranfangs im Vordergrund oder eben das christliche Fest, was sich auch auf den Zeitpunkt der Feier auswirkt. Während in Schweden und Finnland ganz pragmatisch immer an dem Samstag gefeiert wird, der zwischen dem 20. und 26. Juni liegt, feiern die Norweger und Dänen immer am 23. Juni; dem Vorabend des Johannistages. 

Ideen und Rezepte für euer Mittsommerfest

Wenn ich an Mittsommer oder Juhannus denke, habe ich Kinder mit Blumenkränzen auf dem Kopf vor Augen, die lachend über eine schwedische Wiese rennen, oder eine Gruppe Finnen, die gut gelaunt das Juhannusfeuer vorm Mökki am See entzündet, aber das „Mittsommer-Feeling“ lässt sich natürlich auch nach Hause holen.

Mittsommer-Deko – Upcycling ist hübsch und spart Geld

Alte Honig-, Senf- oder Marmeladengläser werden mit Bändern geschmückt zu einfacher, günstiger und schöner Deko für euren Mittsommertisch. Blumen oder Kerzen finden darin (oder daran) Platz und zaubern die richtige Atmosphäre. Ein einfaches weißes Tischtuch dazu, vielleicht einen Blumenstrauß oder einen Blumenkranz – viel mehr braucht es gar nicht. Aber natürlich sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob Schwimmkerzen in einem alten Bottich, eine hübsche Lichterkette oder (Stoff-)Girlanden: erlaubt ist, was gefällt. 

Rezepte für die Mittsommerparty

Gutes Essen darf selbstverständlich nicht fehlen und erfreut im Besten Falle auch das Auge. Ich habe hier ein paar Rezepte für euch, mit der die Party auch zum Fest für die Geschmacksknospen wird.

Sinas schnelle Mittsommer-Limo: 

Für 8 Gläser nehme man 

1-2 Bund Minze

1 ungeschälte Bio-Salatgurke

4 Limetten oder Zitronen (oder ihr mischt das Ganze) 

2 Liter Wasser (still oder sprudelnd)

0-6 EL Rohrzucker (ungesüßt, gesüßt oder irgendwas dazwischen – je nach Geschmack)

Minze waschen. Gurke und 3 Limetten/Zitronen ebenfalls waschen und in Scheiben schneiden. Das Ganze in einen Saftspender, eine Karaffe oder einen Topf geben. 

Rohrzucker dazugeben und mit dem Saft der übriggebliebenen Zitrone/Limette vermischen.

Das Wasser zugeben, ziehen lassen und genießen. 

Lachsaufstrich

Auf Finnweh hat Christine ein leckeres Rezept, das perfekt passt: Savulohiruisnapit – Lachsaufstrich mit Roggentaler

Mittsommerliche Rezeptsammlung

Eine ganze Rezeptsammlung mit tollen Ideen gibt es bei Michaela von Mahtava. Von herzhaft bis süß.

Guten Appetit! Hyvää ruokahalua! God appetitt! God aptit! God appetit!

Feuer zur Mittsommernacht

In ganz Finnland entzünden die Menschen zu Mittsommer die Juhannusfeuer und auch für mich gehört ein Feuer zum Mittsommerfest einfach dazu. Allerdings nicht um jeden Preis. Nicht jeder hat eine große, sichere Feuerstelle oder genug Raum, um eine Feuerschale aufzustellen, in einer Gemeinde, die das erlaubt. Macht aber auch gar nichts. Mit (Schwimm-)Kerzen und kreativer Beleuchtung, lässt sich gefahrlos auch auf dem kleinsten Balkon Mittsommernachtsstimmung erzeugen und niemand muss auf das Feuer aufpassen. 

Übrigens feiert man auch in Estland Mittsommer (23. Juni) und glaubt, dass es ein Jahr Pech bringt, wenn das Feuer ausgeht. Also immer schön nachlegen. Das hält auch wach, was in Lettland (24. Juni) gut ist, denn dort glaubt man, dass es ein Jahr Pech bringt, in der Mittsommernacht einzuschlafen. Das Springen über das Feuer soll hingegen böse Geister vertreiben. Die Dänen verbrennen zu Sankt Hans (23. Juni) sogar eine Strohhexe im Feuer. 

Mitsommer-Outfit: Blumenkranz und Sommerkleid?

Das Outfit ist natürlich Geschmacksache und definitiv nicht entscheidend für einen schönen Abend, aber ein hübscher Blumenkranz auf dem Kopf zu einem luftigen Sommeroutfit sieht natürlich toll aus. Wer das einmal probieren möchte, dem lege ich die Anleitung von Michaela zum Binden des Kranzes ans Herz. Auf mahtava.de hat sie gezeigt, wie das aussehen kann. Wunderschön, oder? Eignet sich auch bestens als Deko. 

Sieben Blumen – von der Magie der Mittsommernacht

Die Schweden (und nicht nur sie, nehme ich an) glaubten früher daran, dass die Mittsommernacht insgesamt etwas Magisches habe, dass Trolle unterwegs seien, die Elfen tanzen und der Morgentau heilende Kräfte hätte, woraus natürlich auch Bräuche entstanden. 

Wer Astrid Lindgrens „Wir Kinder aus Bullerbü“ gelesen hat, der kennt den schwedischen Brauch mit den sieben Blumen bereits. Unverheiratete Mädchen pflücken in der Mittsommernacht sieben verschiedene Wildblumen und legen sie unter ihr Kopfkissen. Dann, so sagt man, träumen sie von dem Mann, den sie einmal heiraten werden. Einen Haken hat die Sache aber auch: Man muss dies in Stille tun und darf auch hinterher nicht verraten, was man geträumt hat, sonst funktioniert es nicht. 

Wer weiß, vielleicht gibt es ja so etwas wie die „Magie von Midsommmar“?

 

 

Oodi Helsinki – Hightech-Wohnzimmer & Bücherhimmel

Helsinki hat jetzt ein Wohnzimmer: Die Bibliothek Oodi ist viel mehr als eine Ort, um Bücher auszuleihen. 

Eine der meistfotografiertesten Treppen der Stadt

Helsinkis neue Bibliothek Oodi

Helsinkis neue Bibliothek trägt einen großen Namen und ist auch auf den zweiten Blick so viel mehr als eine Bibliothek.

Foto: Tuomas Uusheimo

Am 5.12.2018, dem Vorabend des finnischen Unabhängigkeitstages, wurde sie eröffnet und der finnische Präsident Sauli Niinistö soll gesagt haben, dass es schwer falle, dieses wunderbare Gebäude je wieder zu verlassen und man solle Warntafeln an den Türen anbringen, dass man hier mehr Zeit verbringen würde, als man gedacht habe.

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Lapland Hotels Bulevardi: Der Hohe Norden im Herzen Helsinkis

Es beginnt heftig zu schneien, als wir in Helsinki das Flugzeug verlassen und mit der Bahn in die Innenstadt fahren. Schon die letzten Tage hatte es immer wieder Schneestürme gegeben, sogar Flüge fielen aus, die weiße Pracht türmt sich in den Straßen, begräbt Autos unter sich, obwohl überall geschäftig geräumt und der Schnee LKW-weise aus der Stadt gekarrt wird. Dicke Flocken kühlen unsere erhitzen Gesichter und verfangen sich in unseren Haaren, während wir mit unseren Koffern Spuren im Schnee hinterlassen. Unsere Tram ist ausgefallen und so laufen wir eben ein Stück, lassen eine große gelbe Bahn mit einem mannshohen Schneepflug passieren und erreichen lächelnd unser Hotel – hätte doch unser Empfang kaum passender sein können.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag kann Werbung enthalten. Das Hotel lud ein drei Nächte Gast zu sein, darüber hinaus fand keine Bezahlung statt.

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Musiktipp: Stone Blue Electric

Stone Blue Electric

Absolute Hörempfehlung: Stone Blue Electric. Rock aus Helsinki, Finnland. 

Vor einigen Tagen habe ich zusammen mit Christine von Finnweh Sami Osala und Patrik Eriksson von Stone Blue Electric in Helsinki zum Gespräch getroffen. Doch dazu später mehr.

Bandporträt?

Zugegeben: Eine Bandvorstellung ist neu auf diesem Blog, daher hole ich ganz kurz aus: Mein Leben sollte einen Soundtrack haben. Ich habe eigentlich immer irgendeinen Ohrwurm, zu jeder möglichen und unmöglichen Situation fällt mir ein Lied ein, ich bleibe noch im Auto sitzen, wenn gerade das Lieblingslied läuft. Musik hilft mir zu entspannen oder mich abzureagieren, ruft Erinnerungen wach und ist schlicht nicht wegzudenken. Gerne auch rockig und sehr gerne auch live.
Schon seit ich denken kann, fasziniert mich dabei das Schlagzeug. Mal abgesehen davon, dass jemand wie ich nur staunen kann, wie man das motorisch hinbekommt, liebe ich es, wenn es den Takt angibt und zum spürbaren Herzschlag des Songs wird.
Wenn also der Drummer der Lieblingsband ein neues Projekt ankündigt, bin ich mehr als hellhörig und wenn ich dann so positiv überrascht werde, muss ich euch einfach davon berichten.

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Helsinki zur Vorweihnachtszeit

Advent. Vorweihnachtszeit. Es riecht nach Glögi, Lampen tauchen die Strassen in ein ganz besonderes Licht, der Dom wirkt noch festlicher als sonst, der Weihnachtsmarkt zu seinen Füssen, Tannenbäume, Kinderlachen, der erste Schnee kündigt sich an. Es ist Winter in Helsinki. Weihnachten steht vor der Tür und ich nehme euch mit auf einen Besuch in die Weihnachtsstadt.

Weihnachtsbeleuchtung rund um die Aleksanterinkatu

Weihnachtsbeleuchtung rund um die Aleksanterinkatu

(Dieser Artikel ist Türchen 17 des Adventskalenders von Einfach Schweden“)

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God Jul! – Weihnachten in Norwegen (mit Rezepten)

God Jul!

Wenn ich an Weihnachten in Norwegen denke, sehe ich vor allem weiße Weihnachten vor mir, rieche Weihnachtsgebäck, sehe einen geschmückten Baum, leuchtende Kinderaugen … Moment mal … Bis auf den Schnee klingt das wie bei uns. Was macht also Weihnachten in Norwegen aus?

Dieser Beitrag ist das 7. Türchen des NordNerds-Adventskalenders.

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Rezept: Piparkakku – finnische Pfefferkuchen

Die Tage sind kurz und kalt, drinnen zündet man gerne Kerzen an und macht es sich gemütlich. Der Advent ist da und was wäre die Adventszeit ohne ein paar Naschereien? Plätzchen backen gehört irgendwie dazu. Ich habe mich dieses Jahr mal an einen Klassiker aus dem Norden gewagt. Aus Finnland um genau zu sein.

Riechen nach Weihnachten und schmecken köstlich – Pfefferkuchen

Schon mal Piparkakku gebacken? Finnische Pfefferkuchen? Die schmecken lecker und sind gar nicht so schwer zu machen. Ich habe euch das Rezept mitgebracht.

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Helsinki: Lammassaari – Ein Hauch von Wildnis in der Stadt

Lammassaari – 20 Minuten Busfahrt vom Zentrum aus sind es bis zu dieser kleinen Insel und einem erholsamen Spaziergang mitten in der Natur Helsinkis. 

Die zaghaft hinter den Wolken hervorlugende Herbstsonne taucht den Naturpfad in ein goldenes Licht

Die zaghaft hinter den Wolken hervorlugende Herbstsonne taucht den Naturpfad vor Lammassaari in ein goldenes Licht

Die Anfahrt

In Helsinki ist es nie weit bis in die Natur. Diesen Herbst zieht es uns zu einem Spaziergang nach Lammassaari. Nur etwa 20 Minuten Busfahrt vom Zentrum aus sind es bis zum Startpunkt unseres kleinen Ausfluges. Mit den Linien 71 oder 78 könnt ihr bis zum Technikmuseum (Tekniikan museo) fahren.

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Café Taideterassi – eine Oase in Helsinki

Ein warmer Sommertag in Helsinki. Es zieht uns weg vom bunten Treiben des Marktes, weg von der belebten Aleksanterinkatu, Richtung Töölönlahti. Wir atmen durch und schlendern links herum um den See, lassen den Blick übers Wasser schweifen über die Stand-up Paddler, die alten Villen am gegenüberliegenden Ufer, bis nach Linnanmäki, wo in der Achterbahn gerade jemand jauchzend seine Arme nach oben wirft. Es ist schön hier am See und am Ende angekommen, biegen wir in die Linnunlauluntie ein, um am anderen Ufer wieder zurückzugehen.

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Irland: Kurztrip nach Killarney im County Kerry

Killarney …

Irland. Die grüne Insel. County Kerry. Killarney Nationalpark. Viele Erinnerungen verbinde ich mit diesem Land und dieser Gegend. Mit Anfang 20 bereiste ich es mit der besten Freundin, einem kleinen Mietwagen, Zelt und Karte. Mehrfach kam ich wieder. Zuletzt 2007 mit meinem Mann für unsere Flitterwochen. Das ist schon eine ganze Weile her, es wurde höchste Zeit für ein Wiedersehen und so zögerte ich nicht lange, als die Reiseblogger WG sich aufmachte, um für einige Tage ein Ferienhaus im County Kerry zu beziehen.

Für meinen Beitrag möchte ich euch etwas herumführen und euch auf einen Kurztrip nach Killarney und in die nähere Umgebung mitnehmen.

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