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Ein Roadtrip von Lahti bis Jyväskylä entlang des Päijänne

Das westliche Seenland Finnlands kann man wunderbar auf einem Roadtrip entdecken. Von absoluter Ruhe und Wellness bis hin zu Action und lebendigem Stadtleben findet sich alles auf dieser Route entlang des Päijänne.

Hinweis: Dieser redaktionelle Beitrag kann Werbung enthalten, auch wenn keine Bezahlung erfolgte. 

Ein Roadtrip entlang des Päijänne

Die Sonne scheint an diesem Julimorgen, als wir mit unserem rollenden Mökki von Lahti am Vesijärvi nach Sysmä aufbrechen. Über Asikkala, dass am Südufer des Päijänne liegt, fahren wir nordwärts auf dem Pulkkilanharju und überqueren dabei auch die Brücken mit ihrem wundervollen Blick auf den See. 

 

Päijänne-Info: 

Der Päijänne ist der längste See Finnlands und erstreckt sich auf einer Länge von ca. 120 km von Asikkala im Süden bis Jyväskylä im Norden. Mit einer       maximalen Tiefe von 95 Metern ist er auch Finnlands tiefster See und hat das  größte Volumen. Auf seiner Gesamtfläche von knapp 1.120 km² befinden sich über1.800 Inseln. Nur 1-2 Stunden Fahrt sind es von der Hauptstadt aus und so ist der Päijänne als Ausflugsziel sehr beliebt. 

Hättest du das gewusst?: 

Im Großraum Helsinki kommt aus dem Wasserhahn Päijänne-Wasser. Über den 120 kmlangen Päijänne-Tunnel wird die finnische Hauptstadt (ebenso das Umland) mit  Trinkwasser versorgt. 

Pulkkilanharju

Der Pulkkilanharju ist ein Grat, bestehend aus einer Reihe von Inseln, die während der letzten Eiszeit entstanden und heute Teil des Päijänne Nationalparks sind. Aber vor allem ist es eine malerische Route. Auf 8 km Länge überqueren wir mehrere Inseln, verbunden durch 3 Brücken. 

Natürlich wollen wir nicht nur vorbeirauschen, sondern raus aus dem Auto. Für eine kurze Rast am Ufer des Päijänne bietet sich der Rastplatz hinter dem Pulkkilanharju Light an, wo sich auch ein Sommerrestaurant befindet.

Wer sich nicht nur kurz die Füße vertreten möchte, der wird ein Stück weiter, direkt hinter der Karisalmi-Brücke, fündig, wo es auch Parkmöglichkeiten gibt. Hier startet eine 4,4 km lange Wanderroute und ein 2,3 km langer Naturpfad.

Der weitere Verlauf der Route

Weiter geht es nach Sysmä. Unser Weg führt nun über Land, doch immer wieder tauchen kleinere Seen auf, das Wasser glitzert zwischen den Bäumen hindurch und wir fahren gemächlich und entspannt die nächsten Kilometer, während eigenwilliger Suomipop im Autoradio läuft und sich die Mundwinkel ganz von alleine nach oben bewegen. 

Sysmä

In Sysmä checken wir auf dem Campingplatz ein, der am Ufer des Majutvesi direkt am Wasser liegt. Ein kleiner Geheimtipp soll er sein und der erste Eindruck lässt erahnen warum. Die Rezeption befindet sich in einem entzückenden, mintfarbenen Holzgebäude, in dem es allerlei Handarbeiten zu erwerben gibt, in dem man aber auch ein Camperfrühstück geniessen oder nachmittags mit einem Stück Kuchen auf der Sonnenterrasse entspannen kann. 

Neben Stellplätzen und Zeltplätzen gibt es auch kleine Hütten zu mieten, so dass hier jeder eine Unterkunft findet, unabhängig von der Art zu reisen. Die Campingküche ist hell, modern und freundlich und die sanitären Anlagen in durchaus erfreulichem Zustand. 

Auf, am und um den Campingplatz lässt sich einiges unternehmen. Ob nun aktiv auf dem Wasser, entspannt auf Kräuterwanderung oder in der Sauna am See, auf dem Pfad der Geschichte in und um die alte St. Olav Kirche in Sysmä oder in der spitzenumhäkelten Welt der Lintankammari – es ist für jeden etwas dabei. Dazu in Kürze mehr auf dem Blog. 

 

Die Lintankammari in Sysmä – Café und Lädchen

Von Sysmä nach Jyväskylä – Über die Kärkistensalmi-Brücke

Von Sysmä aus führt unsere Route an Korpilahti vorbei nach Jyväskylä. Teils durch den Wald und teils mit Blick auf den Päijänne oder einen der zahlreichen kleineren Seen, ist die Strecke abwechslungsreich und wunderschön. Immer wieder fährt man dabei über Brücken, wie z.b. die Kärkistensalmi-Brücke, die sich über größere und kleine Wasserstrassen spannen. Zahlreiche Ecken laden zum Verweilen ein.

Lediglich die letzten etwa 25 km führen wieder über weniger idyllische, breitere Strassen mit mehr Verkehr, bevor man Jyväskylä erreicht.

Jyväskylä

Finnlands siebtgrößte Stadt am Nordufer des Päijänne ist lebendig und abwechslungsreich. Die Studentenstadt Jyväskylä, in der das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, liegt in der Region Mittelfinnland im Herzen des Seenlandes. Bekannt ist die Stadt für die zahlreichen Gebäude Alvar Aaltos, aber auch wer sportliche Aktivitäten sucht oder Erholung in und um die Sauna, kommt hier auf seine Kosten. Von Jyväskylä aus lässt sich die Region wunderbar erkunden.

 

Mehr zu Aktivitäten in der Region Jyväskylä demnächst hier auf dem Blog. Kulinarische Highlights der Stadt findet ihr bei Finnweh.

Mit dem Dampfschiff über den Päijänne

Der Streckenverlauf in der Übersicht

Wegpunkte der Route von Lahti nach Jyväskylä (ca. 176 km):

Start: Lahti -> via 24 -> Asikkala -> via 314 -> Otamo -> via 410 -> Sysmä -> via 612/610 -> bei Korpilahti -> via E63 -> Ziel: Jyväskylä

Fazit

Eine wundervolle Gegend, perfekt für einen Roadtrip. Die Natur, geprägt von Wasser, Wald, Inseln und Felsen bietet so viele Möglichkeiten zur Erholung, aber auch für Aktivitäten – da ist definitiv für jeden etwas dabei. Wir waren hier sicher nicht zum letzten Mal.

Päijänne der Länge nach 

Mehr zur Region findet ihr in Kürze hier auf dem Blog und jetzt schon auf noniin.de in der Episode „Päjänne der Länge nach“ :

Transparenzhinweis: Der Besuch einiger der genannten Orte erfolgte aufgrund einer Einladung, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst. 

 

Helsinkis Inseln: Pihlajasaari

Viele der zahlreichen Inselchen vor Helsinki, die man schon vom Flugzeug oder von der Fähre aus sehen kann, sind nur einen Katzensprung von der Innenstadt entfernt. Eine dieser Inseln ist Pihlajasaari. 

Die kleinen Strandhäuschen sind vermietet, aber 2-3 fungieren als Umkleide

Pihlajasaari

Im zweiten Beitrag meiner Serie „Helsinkis Inseln“ besuchen wir heute Pihlajassari, eine Insel, die im Sommer vor allem auch bei den Einheimischen sehr beliebt ist. Wir packen unser Badezeug ein und los geht es. 

Mit dem Wasserbus zur Insel

Mit dem Wasserbus zur Insel 

Rund 10 Minuten braucht man mit dem Wasserbus im Sommer vom Merisatama (der Anleger befindet sich neben dem Café Carusel) bis zum Bootsanleger Pihlajasaaris, einer der beliebtesten Sommeroasen der Helsinkier. Auch von Ruoholahti aus kommt man mit der JT-line auf die Insel. Aktuelle Fahrpläne, Preise und Informationen, finden sich hier. 

Pihlajasaari früher und heute

Pihlajasaari (auch Philis oder Rönsskär genannt) besteht eigentlich aus 2 Inseln, die durch eine Brücke miteinander verbunden sind. Das ganze Gebiet, das heute zu einem Naherholungsgebiet gehört, ist etwa 26 Hektar groß und war früher eine Villeninsel.

Die Villa Hällebo zum Beispiel, in der sich das Restaurant Pihlajasaari befindet, wurde 1883 erbaut und wird bereits seit 1929 als Restaurant genutzt. Hier gibt es auch eine Terrasse mit Blick auf das Meer.

Das Restaurant

Der Ausblick von der hinteren Terrasse

Die Vegetation auf der kleinen Insel ist abwechslungsreich, man kann durch den Wald und auf Anhöhen spazieren, aber am bekanntesten und beliebtesten ist die Insel für ihre Sandstrände, die an warmen Sommertagen unzählige Sonnenanbeter anziehen. Einen Katzensprung von der Innenstadt entfernt, lässt sich ein Strandtag geniessen und dabei noch der ein oder andere „große Pott“ beim Auslaufen beobachten, denn der Westhafen ist in Sichtweite.

Selbstverständlich gibt es auch eine Sauna auf der Insel, die auf der Südseite zu finden ist. Und wer etwas mehr Ruhe sucht, findet sicherlich auf den Felsen auf der Süd- und Südwestseite ein ruhiges Plätzchen oder folgt einfach mal dem „Nature trail“ und erfährt einiges mehr über die Geschichte der Insel.

Auf der kleineren der beiden Inseln, befindet sich zudem ein FKK-„Strand“. Hier führt von den Felsen ein Steg zum Wasser in einer Bucht.

Fazit

Auch wenn Pihlajasaari an heißen Sommertagen Unmengen von Besuchern anzieht, findet doch jeder sein Plätzchen und die kleine Insel ist definitiv einen Besuch wert.

Helsinkis Inseln: Vallisaari & Kuninkaansaari

Schon aus dem Flugzeug oder von der Fähre aus, sieht man die zahlreichen Inseln in Finnlands Schärenmeer vor Helsinki. Viele davon liegen nur einen Katzensprung von der Innenstadt entfernt und bieten sich an für Ausflüge und Inselhopping. Eine davon ist Vallisaari.

Vallisaari

In diesem Beitrag meiner Serie „Helsinkis Inseln“ nehme ich euch mit auf Valiisaari (und die kleine Nachbarinsel Kuninkaansaari), eine Insel, die erst seit 2016 für die Öffentlichkeit zugänglich ist, eine Insel, die Natur pur bietet, aber auf der es gefährlich werden kann die Wege zu verlassen. Schnappt euch Jacke und Fotoapparat und kommt mit.

Mit dem Wasserbus auf die Insel

Von Mai bis September kommt man in gut 20 Minuten am einfachsten mit dem Wasserbus der JT-Line vom Marktplatz aus zum Ausflugshafen der Insel. Zurück braucht man gut 30 Minuten. Es empfiehlt sich, zuvor die Fahrpläne zu checken, da es aufgrund von Bauarbeiten im Spätsommer 2019 wochentags zu Ausfällen kommt. Ausserdem ist schnell ersichtlich, wo und wann der Wasserbus noch hält. Die Inseln Lonna und Suomenlinna liegen nämlich ebenfalls auf der Strecke und so bietet sich ein Inselhopping geradezu an. Wir steigen ein und lassen uns auf dem Weg den Wind um die Nase wehen. Die Sonne scheint, das Salzwasser glitzert und der Ausflug macht schon jetzt Spaß.

Im Hochsommer fährt die JT-Line auch von Hakaniemi aus nach Vallisaari.

Der Ausflugshafen von Vallisaari

Der Ausflugshafen von Vallisaari

Wer z.B. mit dem Kayak unterwegs ist, steuert Vallisaaris Torpedobucht (Torpedolahti), den Hauptanlegesteg oder Kuninkaansaaris Bucht Hiekkapoukama an.

Torpedolahti

Torpedolahti

Die verbotene Insel: Vallisaaris Geschichte

Die vor Helsinki liegende Insel hat eine bewegte Vergangenheit und war jahrhundertelang militärisches Sperrgebiet. Die über die Insel verteilten Teiche, dienten schon vor hunderten von Jahren den Seglern als Frischwasserquelle.

Eine der kleinen Seen

Einer der kleinen Seen auf Vallisaari

1808 dann, kamen nach den Schweden die Russen, die Suomenlinna belagert hatten und Vallisaari als Basis nutzten und mit dem Bau von Befestigungsanlagen begannen, die auch heute noch zu sehen sind. Nachdem Finnland 1917 unabhängig wurde, lagerten die Finnen dort Waffen und Munition, installierten eine Wetterstation und führten Wartungen durch. Allerdings lebte auch Zivilbevölkerung auf der Insel. In den 50er Jahren lebten die meisten Menschen auf der Insel und es gab sogar eine Schule. Wer sich die Infotafeln auf dem Rundweg genauer ansieht, der wird auch Bilder aus dieser Zeit entdecken und natürlich Gebäude, die noch erhalten sind.

Lebendige Schilder in 3 Sprachen erklären auf den Rundwegen die Insel und ihre Geschichte

Lebendige Schilder in 3 Sprachen erklären auf den Rundwegen die Insel und ihre Geschichte

Früher wohnte auch Zivilbevölkerung auf Vallisaari

2008 gaben die finnischen Streitkräfte die Insel schliesslich auf und seit 2016 ist sie nun für die Öffentlichkeit zugänglich. Zuvor wurden Wege angelegt, Treppen, Geländer und Infoschilder angebracht und Trockentoiletten installiert, da das alte Abwassersystem nicht mehr intakt ist.

Die militärische Vergangenheit sieht man der Insel auch heute noch an

Vallisaari und Kuninkaansaari heute

Auch wenn der Insel natürlich noch heute ihre militärische Vergangenheit anzusehen ist, ist sie doch hauptsächlich wegen ihrer Natur bekannt und beliebt. Rund um die Metropole Helsinki gibt es keinen anderen Ort, der so eine Vielfalt bietet und Heimat für seltene Insekten und Fledermausarten. Die russische Vergangenheit zeigt sich auch in Pflanzen, die mit dem Tierfutter „eingeschleppt“ wurden. Ein ganz besonderer Nationalpark also.

 

Hinter jeder Ecke entdecken wir etwas Neues, immer umgeben von Wald, Wiesen, Blumen und Meer.

Eine frische Prise weht auf dem kleinen Damm am Übergang nach Kuninkaansaari

Vallisaari ist vor allem Natur pur

Die Mischung aus Flora und Fauna, gut begehbaren und ausgeschilderten Rundwegen, Picknickstellen, Cafés, Meer und dem Blick auf Helsinki in der „Ferne“ macht die Faszination aus und die Insel zum perfekten Ausflugsziel für alle.

Von der Aussichtsplattform aus, schaut man über Vallisaari und Suomenlinna bis zum Dom

Wer sich auf den beiden Rundwegen über die Insel bewegt, sieht und erfährt nicht nur alles, sondern ist auch sicher unterwegs. Insgesamt gibt es etwa 5,5 km befestigte und beschilderte Wege. Die Alexander Tour auf Vallisaari ist etwa 3 km lang und der Rundweg auf Kuninkaansaari etwa 2,5 km.

 

Von den Wegen abzuweichen, Feuer zu machen, zu buddeln oder auf der Insel zu übernachten ist verboten, da sich im Boden noch Munitionsreste etc. befinden und ein Verstoß somit durchaus explosiv sein kann. Immerhin lagerte die Armee hier vor einigen Jahren noch etwa 300 Tonnen Munition. Im Süden der Insel befindet sich deswegen auch eine Sperrzone, die es unbedingt zu meiden gilt. Die Kennzeichnung ist absolut offensichtlich und somit braucht man keine Angst haben, versehentlich in das Gebiet zu gelangen.

Zur Vorbereitung des Ausflugs empfiehlt es sich dennoch, sich einmal kurz mit den Anweisungen, Regeln und Verboten vertraut zu machen.

Tipp: Auf den Inseln weht fast immer ein ordentlicher Wind, weswegen es sich empfiehlt, auch im Sommer etwas zum Überziehen mitzunehmen.

Wer nach dem Spaziergang über die Inseln dennoch etwas Abkühlung sucht, der findet diese evtl. in der etwas geschützt liegenden Bucht auf Kuninkaansaari. Das Schwimmen in den Teichen ist gefährlich und ohnehin verboten.

Sandy cove auf Vallisaari

In den nächsten Jahren wird sich die einstige Sperrzone vermutlich noch weiter verändern. Es wird gewerkelt und die Zeit wird zeigen, wohin sich Vallisaari entwickelt.

Ausführliche und aktuelle Informationen finden sich auch auf der Seite der finnischen Nationalparks. 

 

 

Mittsommer – Bräuche, Deko und Rezepte rund um die längste Nacht des Jahres

Ich bin ein Mittsommerkind. Geboren am Abend der Sommersonnenwende und aufgewachsen mit Astrid Lindgrens „Wir Kinder aus Bullerbü“, bin ich seit jeher fasziniert von den Bräuchen und Geschichten rund um das Mittsommerfest. In diesem Artikel gibt es neben Infos und Geschichten zur längsten Nacht des Jahres auch Ideen für die eigene Mittsommer-Party.

Was ist Mittsommer, Midsommar, Juhannus oder Sankt Hans?

Wie genau nennt man das Fest denn nun eigentlich und was feiert man da, fragt sich vielleicht der ein oder andere. Die Schweden feiern Midsommar, die Finnen Juhannus, die Dänen Sankt Hans und wir nennen die Feierlichkeiten rund um die Sommersonnenwende eben Mittsommer, auch wenn diese in den nordischen Ländern deutlich mehr zelebriert werden als bei uns. Im Vorläufer unseres heutigen Kalenders war die Sommersonnenwende nicht am 21., sondern am 24. Juni. An diesem Tag wurde und wird das Hochfest Johannes des Täufers gefeiert, womit sich wohl Bräuche der vorchristlichen Sonnenwendfeiern verbanden. Je nach Land steht die Feier des Sommeranfangs im Vordergrund oder eben das christliche Fest, was sich auch auf den Zeitpunkt der Feier auswirkt. Während in Schweden und Finnland ganz pragmatisch immer an dem Samstag gefeiert wird, der zwischen dem 20. und 26. Juni liegt, feiern die Norweger und Dänen immer am 23. Juni; dem Vorabend des Johannistages. 

Ideen und Rezepte für euer Mittsommerfest

Wenn ich an Mittsommer oder Juhannus denke, habe ich Kinder mit Blumenkränzen auf dem Kopf vor Augen, die lachend über eine schwedische Wiese rennen, oder eine Gruppe Finnen, die gut gelaunt das Juhannusfeuer vorm Mökki am See entzündet, aber das „Mittsommer-Feeling“ lässt sich natürlich auch nach Hause holen.

Mittsommer-Deko – Upcycling ist hübsch und spart Geld

Alte Honig-, Senf- oder Marmeladengläser werden mit Bändern geschmückt zu einfacher, günstiger und schöner Deko für euren Mittsommertisch. Blumen oder Kerzen finden darin (oder daran) Platz und zaubern die richtige Atmosphäre. Ein einfaches weißes Tischtuch dazu, vielleicht einen Blumenstrauß oder einen Blumenkranz – viel mehr braucht es gar nicht. Aber natürlich sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob Schwimmkerzen in einem alten Bottich, eine hübsche Lichterkette oder (Stoff-)Girlanden: erlaubt ist, was gefällt. 

Rezepte für die Mittsommerparty

Gutes Essen darf selbstverständlich nicht fehlen und erfreut im Besten Falle auch das Auge. Ich habe hier ein paar Rezepte für euch, mit der die Party auch zum Fest für die Geschmacksknospen wird.

Sinas schnelle Mittsommer-Limo: 

Für 8 Gläser nehme man 

1-2 Bund Minze

1 ungeschälte Bio-Salatgurke

4 Limetten oder Zitronen (oder ihr mischt das Ganze) 

2 Liter Wasser (still oder sprudelnd)

0-6 EL Rohrzucker (ungesüßt, gesüßt oder irgendwas dazwischen – je nach Geschmack)

Minze waschen. Gurke und 3 Limetten/Zitronen ebenfalls waschen und in Scheiben schneiden. Das Ganze in einen Saftspender, eine Karaffe oder einen Topf geben. 

Rohrzucker dazugeben und mit dem Saft der übriggebliebenen Zitrone/Limette vermischen.

Das Wasser zugeben, ziehen lassen und genießen. 

Lachsaufstrich

Auf Finnweh hat Christine ein leckeres Rezept, das perfekt passt: Savulohiruisnapit – Lachsaufstrich mit Roggentaler

Mittsommerliche Rezeptsammlung

Eine ganze Rezeptsammlung mit tollen Ideen gibt es bei Michaela von Mahtava. Von herzhaft bis süß.

Guten Appetit! Hyvää ruokahalua! God appetitt! God aptit! God appetit!

Feuer zur Mittsommernacht

In ganz Finnland entzünden die Menschen zu Mittsommer die Juhannusfeuer und auch für mich gehört ein Feuer zum Mittsommerfest einfach dazu. Allerdings nicht um jeden Preis. Nicht jeder hat eine große, sichere Feuerstelle oder genug Raum, um eine Feuerschale aufzustellen, in einer Gemeinde, die das erlaubt. Macht aber auch gar nichts. Mit (Schwimm-)Kerzen und kreativer Beleuchtung, lässt sich gefahrlos auch auf dem kleinsten Balkon Mittsommernachtsstimmung erzeugen und niemand muss auf das Feuer aufpassen. 

Übrigens feiert man auch in Estland Mittsommer (23. Juni) und glaubt, dass es ein Jahr Pech bringt, wenn das Feuer ausgeht. Also immer schön nachlegen. Das hält auch wach, was in Lettland (24. Juni) gut ist, denn dort glaubt man, dass es ein Jahr Pech bringt, in der Mittsommernacht einzuschlafen. Das Springen über das Feuer soll hingegen böse Geister vertreiben. Die Dänen verbrennen zu Sankt Hans (23. Juni) sogar eine Strohhexe im Feuer. 

Mitsommer-Outfit: Blumenkranz und Sommerkleid?

Das Outfit ist natürlich Geschmacksache und definitiv nicht entscheidend für einen schönen Abend, aber ein hübscher Blumenkranz auf dem Kopf zu einem luftigen Sommeroutfit sieht natürlich toll aus. Wer das einmal probieren möchte, dem lege ich die Anleitung von Michaela zum Binden des Kranzes ans Herz. Auf mahtava.de hat sie gezeigt, wie das aussehen kann. Wunderschön, oder? Eignet sich auch bestens als Deko. 

Sieben Blumen – von der Magie der Mittsommernacht

Die Schweden (und nicht nur sie, nehme ich an) glaubten früher daran, dass die Mittsommernacht insgesamt etwas Magisches habe, dass Trolle unterwegs seien, die Elfen tanzen und der Morgentau heilende Kräfte hätte, woraus natürlich auch Bräuche entstanden. 

Wer Astrid Lindgrens „Wir Kinder aus Bullerbü“ gelesen hat, der kennt den schwedischen Brauch mit den sieben Blumen bereits. Unverheiratete Mädchen pflücken in der Mittsommernacht sieben verschiedene Wildblumen und legen sie unter ihr Kopfkissen. Dann, so sagt man, träumen sie von dem Mann, den sie einmal heiraten werden. Einen Haken hat die Sache aber auch: Man muss dies in Stille tun und darf auch hinterher nicht verraten, was man geträumt hat, sonst funktioniert es nicht. 

Wer weiß, vielleicht gibt es ja so etwas wie die „Magie von Midsommmar“?

 

 

Oodi Helsinki – Hightech-Wohnzimmer & Bücherhimmel

Helsinki hat jetzt ein Wohnzimmer: Die Bibliothek Oodi ist viel mehr als eine Ort, um Bücher auszuleihen. 

Eine der meistfotografiertesten Treppen der Stadt

Helsinkis neue Bibliothek Oodi

Helsinkis neue Bibliothek trägt einen großen Namen und ist auch auf den zweiten Blick so viel mehr als eine Bibliothek.

Foto: Tuomas Uusheimo

Am 5.12.2018, dem Vorabend des finnischen Unabhängigkeitstages, wurde sie eröffnet und der finnische Präsident Sauli Niinistö soll gesagt haben, dass es schwer falle, dieses wunderbare Gebäude je wieder zu verlassen und man solle Warntafeln an den Türen anbringen, dass man hier mehr Zeit verbringen würde, als man gedacht habe.

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Lapland Hotels Bulevardi: Der Hohe Norden im Herzen Helsinkis

Es beginnt heftig zu schneien, als wir in Helsinki das Flugzeug verlassen und mit der Bahn in die Innenstadt fahren. Schon die letzten Tage hatte es immer wieder Schneestürme gegeben, sogar Flüge fielen aus, die weiße Pracht türmt sich in den Straßen, begräbt Autos unter sich, obwohl überall geschäftig geräumt und der Schnee LKW-weise aus der Stadt gekarrt wird. Dicke Flocken kühlen unsere erhitzen Gesichter und verfangen sich in unseren Haaren, während wir mit unseren Koffern Spuren im Schnee hinterlassen. Unsere Tram ist ausgefallen und so laufen wir eben ein Stück, lassen eine große gelbe Bahn mit einem mannshohen Schneepflug passieren und erreichen lächelnd unser Hotel – hätte doch unser Empfang kaum passender sein können.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag kann Werbung enthalten. Das Hotel lud ein drei Nächte Gast zu sein, darüber hinaus fand keine Bezahlung statt.

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Musiktipp: Stone Blue Electric

Stone Blue Electric

Absolute Hörempfehlung: Stone Blue Electric. Rock aus Helsinki, Finnland. 

Vor einigen Tagen habe ich zusammen mit Christine von Finnweh Sami Osala und Patrik Eriksson von Stone Blue Electric in Helsinki zum Gespräch getroffen. Doch dazu später mehr.

Bandporträt?

Zugegeben: Eine Bandvorstellung ist neu auf diesem Blog, daher hole ich ganz kurz aus: Mein Leben sollte einen Soundtrack haben. Ich habe eigentlich immer irgendeinen Ohrwurm, zu jeder möglichen und unmöglichen Situation fällt mir ein Lied ein, ich bleibe noch im Auto sitzen, wenn gerade das Lieblingslied läuft. Musik hilft mir zu entspannen oder mich abzureagieren, ruft Erinnerungen wach und ist schlicht nicht wegzudenken. Gerne auch rockig und sehr gerne auch live.
Schon seit ich denken kann, fasziniert mich dabei das Schlagzeug. Mal abgesehen davon, dass jemand wie ich nur staunen kann, wie man das motorisch hinbekommt, liebe ich es, wenn es den Takt angibt und zum spürbaren Herzschlag des Songs wird.
Wenn also der Drummer der Lieblingsband ein neues Projekt ankündigt, bin ich mehr als hellhörig und wenn ich dann so positiv überrascht werde, muss ich euch einfach davon berichten.

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Helsinki zur Vorweihnachtszeit

Advent. Vorweihnachtszeit. Es riecht nach Glögi, Lampen tauchen die Strassen in ein ganz besonderes Licht, der Dom wirkt noch festlicher als sonst, der Weihnachtsmarkt zu seinen Füssen, Tannenbäume, Kinderlachen, der erste Schnee kündigt sich an. Es ist Winter in Helsinki. Weihnachten steht vor der Tür und ich nehme euch mit auf einen Besuch in die Weihnachtsstadt.

Weihnachtsbeleuchtung rund um die Aleksanterinkatu

Weihnachtsbeleuchtung rund um die Aleksanterinkatu

(Dieser Artikel ist Türchen 17 des Adventskalenders von Einfach Schweden“)

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God Jul! – Weihnachten in Norwegen (mit Rezepten)

God Jul!

Wenn ich an Weihnachten in Norwegen denke, sehe ich vor allem weiße Weihnachten vor mir, rieche Weihnachtsgebäck, sehe einen geschmückten Baum, leuchtende Kinderaugen … Moment mal … Bis auf den Schnee klingt das wie bei uns. Was macht also Weihnachten in Norwegen aus?

Dieser Beitrag ist das 7. Türchen des NordNerds-Adventskalenders.

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Rezept: Piparkakku – finnische Pfefferkuchen

Die Tage sind kurz und kalt, drinnen zündet man gerne Kerzen an und macht es sich gemütlich. Der Advent ist da und was wäre die Adventszeit ohne ein paar Naschereien? Plätzchen backen gehört irgendwie dazu. Ich habe mich dieses Jahr mal an einen Klassiker aus dem Norden gewagt. Aus Finnland um genau zu sein.

Riechen nach Weihnachten und schmecken köstlich – Pfefferkuchen

Schon mal Piparkakku gebacken? Finnische Pfefferkuchen? Die schmecken lecker und sind gar nicht so schwer zu machen. Ich habe euch das Rezept mitgebracht.

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