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Zauberhafte Buchempfehlungen aus dem Norden

Wenn das Fernweh nicht gestillt und das Gedankenkarussell kaum gestoppt werden kann, können uns Bücher helfen unseren Geist auf Reisen zu schicken. Deshalb kommen hier meine Buchempfehlungen aus dem Norden für euch, mit zauberhaften Büchern, die euch alle auf die ein oder andere Weise aus dem Alltag entführen. 

Buchempfehlungen aus dem Norden

Marion von Meermond schrieb neulich über ihre Urlaubsträume und dabei spielte ein dickes rotes Buch aus ihrer Kindheit eine zentrale Rolle. Lächelnd holte ich mein Buch aus Kindertagen aus dem Regal. Es ist ebenfalls rot und von der gleichen Autorin. Doch kam mir zwischen den Seiten mit dem unvergleichlichen Geruch nicht Madita entgegen, sondern es gab ein Wiedersehen mit Lasse, Bosse und Lisa vom Mittelhof, Britta und Inga vom Südhof und natürlich auch Ole und seiner kleinen Schwester Kerstin. Alle waren barfuß, hatten dreckige Knie, lachten und es roch plötzlich nach den Sommern meiner Kindheit. Ich war zurück in Bullerbü. 

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Die Kinder aus Bullerbü als Buchtipp für Erwachsene?

Ganz klar: ja! Ehe ich mich versah, war ich wieder eingetaucht in Astrid Lindgrens Geschichte um die Kinder aus Bullerbü, dem kleinen schwedischen Dorf, das aus nur drei Höfen besteht. Der Zauber ihrer Bücher funktioniert auch noch für mein Erwachsenen-Ich. Nur zu gerne lasse ich mich entführen in einen Schwedensommer, in dem es, wenn überhaupt, nur kleine Sorgen gibt, die schnell vergessen sind. Vetraute Bilder voller Leichtigkeit entstehen vor meinem inneren Auge und fast kann ich die Kinder lachen hören, die Blumenwiese riechen und die reifen Kirschen schmecken. Wie schön das ist! Deshalb ist mein erster Buchtipp für euch tatsächlich mein liebstes Buch aus Kindertagen: Wir Kinder aus Bullerbü von Astrid Lindgren, bzw. alle ihre Bullerbü-Bücher.

Hier geht es zu den Kindern aus Bullerbü:

Wir Kinder aus Bullerbü (Buch)   ∗/ farbig illustriert

Wir Kinder aus Bullerbü (Film/DVD) ∗/ Mehr zu „Bullerbü“

Das Orangenmädchen – Eine zauberhafte Geschichte, nicht nur für Philosophen 

Jostein Gaarder ist Norweger, studierte Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft und war als Lehrer tätig, bevor er zu schreiben begann. Für mich ist er ein begnadeter Geschichtenerzähler. Kaum ein anderer schreibt mit einer solchen Leichtigkeit über ernste Dinge wie er. In den Seiten seiner Romane versinkt man meistens wie in einem Strudel und taucht erst wieder auf, wenn das Buch zu Ende ist oder plötzlich der Morgen graut, obwohl man doch nur noch ein paar Seiten lesen wollte. Eines dieser zauberhaften und philosophischen Bücher ist „Das Orangenmädchen“. Georg ist 15, wohnt im Humlevei in Oslo und findet eines Tages einen Brief seines Vaters, versteckt in der alten Kinderkarre, der genau zum richtigen Zeitpunkt auftaucht. Sein Vater, der verstarb als Georg erst drei Jahre alt war, hatte ihn an seinen großen Sohn geschrieben. Sein Vater erzählt ihm die Geschichte des geheimnisvollen Orangenmädchens und was zunächst als Reise in die Vergangenheit erscheint, entpuppt sich im Verlauf auch als lebendiger Blick in die Zukunft und ist das liebevolle Vermächtnis eines Vaters, der die richtigen Fragen zu stellen wusste. „Das Orangenmädchen“ ist ein Roman über das Glück zu leben und zu lieben. 

Hier geht es zum Orangenmädchen und weiteren Werken Jostein Gaarders, der vor allem bekannt ist, als Autor von „Sofies Welt“:

Das Orangenmädchen    ∗/  Mehr von Jostein Gaarder

Das Sommerbuch von Tove Jansson

Tove Jansson war eine finnlandschwedische Schriftstellerin, Zeichnerin, Comicautorin, Graphikerin, Illustratorin und Malerin, vielen bekannt als „die Mutter der Mumins“. Während des Winterkrieges schrieb sie das erste Kinderbuch der Reihe, dem viele weitere folgen sollten. Sie schrieb aber auch Literatur für Erwachsene. Darunter „das Sommerbuch“, dass den Leser mitnimmt zu Sophia und ihre Großmutter, die den Sommer auf einer winzigen Insel im finnischen Meerbusen verbringen. In diesem Mikrokosmos erlebt Sophia eine Welt voller Wunder und in der oft schroffen Art der Großmutter liegt etwas Heilsames und Tröstliches. Diese oberflächlich recht einfache Lektüre ist ebenso fröhlich, wie schwermütig und berührt gerade wegen ihrer selbstverständlichen Art. Die britische Tageszeitung „The Guardian“ schrieb: „Die Lektüre ist wie ein Blick in ein klares, reines Gewässer, bei dem man plötzlich in die Tiefe schaut.“ 

Hier geht es auf die winzige Insel:

Das Sommerbuch von Tove Jansson  

 Mehr von Tove Jansson

Wer viel liest kennt das Problem, dass man manchmal nicht mehr weiss, wohin mit all den Büchern. Daher lese ich zwischendurch gerne auch mal mit dem e-Book-Reader   ∗ – vielleicht ist das ja auch etwas für dich? 

Ab in die Arktis

Ich liebe es, wenn uns Menschen in ihren Erzählungen an Orte mitnehmen, an die wir sonst wohl nie kommen würden oder von deren Existenz wir nicht einmal wussten. Bevor wir 2008 zu unsere Reise in das arktische Spitzbergen aufbrachen, habe ich zig Bücher von Expeditionen und Überwinterungen verschlungen. Nicht, dass ich jemals ähnliches vorgehabt hätte, aber faszinierend waren sie allemal und vermittelten ein Gefühl für diesen einzigartigen Lebensraum. Da war zum Beispiel das Buch von Christiane Ritter, der Malerin, die ein Jahr lang mit ihrem Mann und einem Pelzjäger in einer primitiven Hütte lebte und deren Erlebnisbericht eine Ahnung von der Faszination der Arktis vermittelt. Spannend waren aber auch die Bücher von Hauke Trinks und Marie Tièche. Der Forscher trifft die Engländerin in Longyearbyen, der größten Stadt Spitzbergens, in einem Pub und lädt sie kurzentschlossen ein, ihn auf eine Expedition zu begleiten und so verbringen die beiden Fremden ein Jahr lang gemeinsam in einer 20 m² kleinen Hütte im Polareis, abgeschnitten von der Welt. Beide haben jeweils ein Buch über diese Zeit geschrieben und gerade die unterschiedlichen Blickwinkel machen das Lesen beider Bücher spannend. Für gelegentlich aufkommendes Arktisfieber übernehme ich keine Haftung 😉

Hier geht`s in die Arktis: 

Das Spitzbergen-Experiment (Hauke Trinks)

Kinnvika 80º Nord (Marie Tièche) 

Eine Frau erlebt die Polarnacht (Christiane Ritter)

Für die Reise zu dir selbst 

… habe ich noch drei Buchvorschläge im Gepäck. Finnland ist nun schon zum dritten Mal in Folge das glücklichste Land der Welt, laut World Happiness Report. Und generell sind die Finnen als sehr resilientes Völkchen bekannt, doch was ist ihr Geheimnis? Vielleicht liegt es am „Sisu“, eine angeblich nur den Finnen zugeschriebene Eigenschaft, die sich nicht einfach übersetzen lässt. Sie steht für Ausdauer, für „einfach machen“, eine positive Sturheit und die Eigenschaft schier aussichtslose Situationen zu überwinden. Oder, wie ein „weiser“ Finne einmal sagte: „It means to have guts.“ Und vielleicht kann man die Kunst des Sisu ja doch erlernen? Vielleicht kann man üben, den Mut bewahren und auf die innere Stärke zu vertrauen? Die Bücher von Katja Pantzar (Sisu – Der finnische Weg zu Mut, Ausdauer und innerer Stärke) und Joanna Nylund (Sisu – The Finnish Art of Courage) können sachdienliche Hinweise liefern. Und vielleicht wird das Leben ganz automatisch ein wenig glücklicher. Eigentlich ist glücklich zu sein aber eine bewußte Entscheidung, die man jeden Tag neu treffen kann. Das 6-Minuten-Tagebuch (dass ausnahmsweise nichts mit dem Norden zu tun hat) von Dominik Spenst hilft beharrlich daran zu arbeiten. Mit Sisu eben.

Sisu – Der finnische Weg zu Mut, Ausdauer und innerer Stärke (Katja Pantzar)

Sisu – The Finnish Art of Courage (Joanna Nylund) englisch

Das 6-Minuten-Tagebuch  

Viel Spaß beim Lesen und möge das Sisu mit euch sein!

 

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