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Karjalanpiirakka und Co – ein Gruß aus der Küche

nordlandfieber und die nordische Küche

Wer mich kennt, wird sich über diesen Beitrag eher wundern, bezeichne ich mich doch gern mal als der Welt schlechteste Hausfrau. Die Liebe zum Norden und seinen Bräuchen geht aber auch durch den Magen und so gibt es anlässlich der Themenwoche #nordishmoments tatsächlich einen Gruß aus der Küche von mir.

Kransekake

Angefangen hat eigentlich alles damit, dass ich bei einer Bekannten, die nach Norwegen ausgewandert ist, einen Kransekake sah. Dieses Gebäck darf dort zu hohen Feiertagen nicht fehlen und ich fand es faszinierend. Als ich damals in Åndalsnes spontan Kransekake-Formen kaufte, konnte ich nicht ahnen, dass Jahre später mein Patenkind am norwegischen Nationalfeiertag geboren werden würde und ich ihr somit zu ihrem ersten Geburtstag einen Kransekake backen würde.

Das Rezept:

500 g Mandeln so fein wie möglich malen und mit 500 g Puderzucker und 3-4 Eiweiß zu einem Teig kneten. Über Nacht kalt stellen.
Die Kransekakeringe gut fetten und mit Mehl bestäuben.
Den Teig mit der Teigspritze oder dem Fleischwolf in etwa 1-2 cm dicke Stränge pressen (rollen geht notfalls auch). In die Formen legen und die Enden gut andrücken.

Etwa 20 Minuten bei 150 Grad backen. Dann auskühlen lassen.

Anschließend zickzackförmig Zuckerguss auftragen und die Ringe aufeinander stapeln. (Ja, das geht eleganter … Ich sagte ja bereits, dass ich keine Küchenperle bin. Aber, hey – wenn ich das kann, könnt ihr das auch ;))

Die Spitze wird je nach Anlass verziert. Meist rot, weiß, blau und mit kleinen Fähnchen. Aber am Liebsten schmücke ich ihn für die kleine Romy 😉

Achtung! Der Kransekake wird immer von unten nach oben gegessen! Der unterste Ring zuerst.

Nyt måltidet – guten Appetit

Korvapuusti, Karjalanpiirakka und Co.

Natürlich habe ich aber auch in Finnland die ein oder andere Leckerei entdeckt, die ich nicht nur auf Reisen, sondern auch zu Hause genießen wollte. Hier waren vor allem Tine von Finnweh und Michaela von Mahtava meine Rettung. Vielen Dank für eure tollen Rezepte, die mir wirklich weitergeholfen haben. Kiitos!

Ich lasse euch mal eine kleine (Link)sammlung und ein paar Bilder meiner Lieblingsgerichte hier.

Korvapuusti

Die leckerste „Ohrfeige“ der Welt 😉

Korvapuusti vs. Kanelbullar – Finnweh

Karjalanpiirakka

Mittlerweile gehen sie mir ganz leicht von der Hand und meine Finnischlehrerin fragte mich, ob ich ihr mal mein Geheimnis verraten kann. Wenn das kein Ritterschlag ist. Danke für dein Rezept als Anstoß, Michaela. Ich esse neben der Eibutter unheimlich gerne Lachs dazu.

Karelische Piroggen – Mahtava

Rosolli

Traditionell wird er an Weihnachten gegessen, aber ich könnt ihn das ganze Jahr haben 😉

Rosolli – Mahtava

Lanttulaatikko

Der finnische Steckrübenauflauf wird an Weihnachten gerne gereicht, ist aber in der kalten Jahreszeit generell eine Wucht.

Rezept:

1 große Steckrübe
2 l Wasser
1 kl. Becher Sahne
1/2 dl Semmelbrösel
2 Eier
1/2 dl Rübensirup (dunkel)
gemahlenes Muskat, 1 TL Salz und Butterflocken

Die Semmelbrösel in der Sahne aufquellen lassen. Die Steckrübe schälen, in Würfel schneiden und in Salzwasser gar kochen, anschließend zerdrücken und zu Brei verrühren. (Ich nehme ja den Pürierstab …) Die in der Sahne aufgequollenen Semmelbrösel, die (geschlagenen) Eier, den Sirup, das Salz und Muskat dazugeben. Falls die Masse zu fest ist, kann noch etwas Kochwasser beigegeben werden, bis sie fluffig ist. Anschließend in eine gefettete Form geben, mit den Butterflocken und etwas Semmelbröseln bestreuen und im Ofen bei 175 Grad ca. eine Stunde lang backen.

Man kann den Auflauf mehrfach erwärmen, dadurch schmeckt er eigentlich noch besser.

Hyvää ruokahalua – Guten Appetit 

Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Wie gesagt: Wenn ich das kann, könnt ihr das auch 😉

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