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Solo Sokos Hotel Torni – Zeitreise über den Dächern Helsinkis

Neulich ging es zurück in die Herzensstadt. Mit meiner Reiseschwester flog ich für ein kurzes Wochenende mit Konzertbesuch nach Helsinki. Die Sehnsucht war einfach zu groß.

Das Torni – Ein Häkchen für die Bucket List

Die Frage der Übernachtung war schnell geklärt. Schon so oft hatte ich die Ateljeebar im 13. Stock des Solo Sokos Hotel Torni besucht und gesagt irgendwann müssten wir dort mal übernachten. Nicht in der Bar natürlich, sondern in einem der oberen Zimmer mit Aussicht oder auch in einem der Art Deco oder Art Nouveau Zimmer. Ich schrieb es auf die Bucket List.

Im Januar gab es auf Instagram als Dankeschön für all jene, die ihre Bilder im Laufe des Jahres 2017 mit der Ateljeebar geteilt hatten, die Möglichkeit eine Übernachtung zu gewinnen. Das Bild mit den meisten Likes sollte belohnt werden und am Ende war es mein Foto. Vielen Dank allen, die diesem Bild ein Herzchen geschenkt haben.

Eine zweite Nacht konnte ich zu günstigen Konditionen selbst zubuchen und so checkten wir freitags in dem geschichtsträchtigen Hotel ein.

Ein Haus mit Geschichte

1931 wurde es im heutigen Design District eröffnet und war lange Zeit nicht nur das höchste Gebäude in Helsinki, sondern in ganz Finnland. Das Gebäude hat eine bewegte Geschichte. So nahm in den Jahren 1944-1947 etwa die russische Delegation der Kontrollkommission der Nachkriegszeit im Torni Quartier. Nach dem Abzug der Russen wurde die sogenannte „Ritter des Torni“ (Ritter des Turmes) Tradition gegründet. Noch heute versammeln sich die kulinarischen Kenner jedes Jahr bei gutem Essen im Hotel und tragen ihre festlichen Umhänge. Seit dem 19.9.1949 werden im Hotel Torni Einflussnehmer der finnischen Kultur, der Wirtschaft, der kulinarischen Szene und der internationalen Beziehungen zu Rittern der Gilde „Ritter des Torni“ geschlagen.

Ich liebe es, wenn die Geschichte eines Hotels hier und da sichtbar ist und sich mit modernem Komfort vermischt. So ist es auch im Torni. Der vordere Aufzug und die Lichtschalter erinnern an alte Zeiten, doch die moderne Matratze, erinnert z.B. sehr daran in welchem Jahr wir uns wirklich befinden. Selten habe ich so gut geschlafen in einem fremden Bett. Der perfekte Abschluss eines anstrengenden, aber wunderbaren Konzerttages.

A smile is the prettiest thing one can wear

Es sind ja am Ende oft die Kleinigkeiten, die entscheiden, ob so ein Hotelaufenthalt in guter Erinnerung bleibt. Wie z.B. die 3 verschiedenen Kissen zur Auswahl mit einer kleinen Notiz vom Zimmermädchen, ein Lächeln der Servicekraft und ein freundliches Wort am Empfang. Mangelt es an Freundlichkeit, nutzt auch der schönste Ausblick aus dem 11. Stock nichts oder das leckere Frühstück. Aber was soll ich sagen? Vom Keller bis zum Dach sind uns ausschliesslich freundliche Menschen begegnet und wir fühlten uns mehr als wohl.

„Let’s sit on a rooftop at 2am and talk about life“

In der zweiten Nacht beziehen wir eines der Zimmer im 11. Stock mit einer atemberaubenden Aussicht über die Stadt.

Die gläserne Dusche mit dem gleichen Ausblick und dem überdimensionalen Spiegel auf der anderen Seite, ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich mochte das Zimmer trotzdem. Ihr solltet eines dieser Zimmer vielleicht nur dann buchen, wenn ihr euch gut und in allen Lebenslagen kennt 😉 Wir nahmen es jedenfalls mit Humor und Diskretion. Wir freuten uns einfach viel zu sehr über den grandiosen Ausblick und sahen noch bis früh morgens über die Dächer der Stadt. Aus dem Bett heraus. In Helsinki. Im Torni.

Geniessen

Normalerweise sind wir immer recht früh unterwegs, aber hier können wir uns gar nicht so recht trennen. Das Frühstücksbuffet hat eine große Auswahl und von unserem Tisch am Fenster schauen wir auf die Yrjönkatu und geniessen. Pünktlich um 11 wird das Frühstück abgeräumt, allerdings nicht ohne freundliche Vorwarnung und die Einladung, sich doch vorher noch etwas zu nehmen. Gemütlich zu Ende frühstücken kann man dann auf jeden Fall noch länger.


 

Doch man kann im Torni nicht nur schlafen und frühstücken. Die Ateljeebar ganz oben im Hotel hatte ich ja bereits erwähnt. Während den Öffnungszeiten kann jeder mit dem hinteren Aufzug in den 12. Stock und von dort über eine Wendeltreppe in die kleine Bar mit dem großen Ausblick gelangen, von dem ich einfach nie genug bekommen kann. Auch ein Gang zur Damentoilette ist hier ein Erlebnis.

 

Aber auch im unteren Teil des Hotels lohnt es sich einzukehren in der American Bar oder im irisch angehauchten O’Malley’s. Ausserdem gehört zum Hotel selbstverständlich auch ein Restaurant.

 

Preise:

Die Preise liegen (je nach Saison) derzeit etwa zwischen 146 € und 216 € 
für das Standarddoppelzimmer mit Frühstück.

https://www.sokoshotels.fi/en/helsinki/sokos-hotel-torni
Fazit

Definitiv einen Besuch wert. Im Torni wird Freundlichkeit groß geschrieben, das Essen ist gut, das Hotel hat Charme und der Ausblick aus den oberen Etagen ist nicht zu toppen.

Näkemiin – Auf Wiedersehen

Etwas wehmütig schieben wir unsere Koffer in den Gepäckraum und streifen noch etwas die Stadt, bevor wir Abschied nehmen müssen vom Torni und der Lieblingsstadt. Aber ich bin mir recht sicher: wir werden beide wiedersehen.

 

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