Bucket List, Helsinki
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Von der Magie der Bucket List

Die Magie der Bucket List

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich hier darüber schrieb, dass ich jetzt auch meine Bucket List zusammen getragen habe und einige Punkte teilte. Ich schrieb auch davon, dass ich zunächst noch zweifelte, ob ich überhaupt eine brauche. Nun lebe ich schon einige Wochen mit dieser Liste, die ich als kleines Büchlein immer dabei habe. Allein das Schreiben der Liste hatte ungeahnt positive Effekte. Ich habe mich noch nie so intensiv und gleichzeitig so entspannt mit der Frage auseinander gesetzt wer ich bin und was ich vom Leben noch will. Zunächst war da eine ungeheure Dankbarkeit, denn einige elementare und persönliche Dinge (wie z.b. „Ich möchte Mutter sein“) konnte ich bereits mit einem Häkchen versehen. Ich fand diese Rückschau und das bewusste Dankbar sein sehr wichtig und schön. Einige persönliche Ziele fanden ihren Weg auf die Liste, die mir zuvor gar nicht so klar waren. Ja, das hatte in der Tat schon etwas magisches, wie sich dadurch der ein oder andere Gedanke klarer formte und wie von selbst in das Büchlein hüpfte. Doch natürlich fanden nicht nur lebensverändernde Wünsche ihren Weg auf die Liste, sondern auch kleine unscheinbare, lustige, natürlich jede Menge Reiseziele und kleine Herzenswünsche. Wie zum Beispiel der Punkt dass ich eine Kuh melken möchte. Ich ging davon aus, dass es z.b. auch die Kuh sein würde, die mir den ersten grünen Haken beschert. Aber nein. Unterschätze nicht die Magie einer Bucket List…

Der nächste Helsinki-Trip stand an und ich nahm den Punkt mit dem Tattoo unter die Lupe. Das Motiv stand fest, dass in der Lieblingsstadt den Weg unter meine Haut finden sollte. Fehlte nur noch ein Termin. Aber würde ich ausgerechnet für diesen Aufenthalt noch einen Termin bekommen? Nun, wer nicht fragt erhält keine Antwort und siehe da: es fand sich ein Termin. Freunde hatten mir das Studio und den Künstler empfohlen und so verhalf mir Alex Jazz von HelsInk am 10.3.17 zu einem Haken auf der Bucket List. Einem für die Ewigkeit sozusagen.

 Am nächsten Tag nahm ich die Liste mit ins Stadion. Den ifk endlich live gewinnen sehen, stand auch darauf und ich war mir sicher: Heute wird es klappen. Das tat es auch. Doch wie – damit hatte keiner gerechnet. Die ganze Jäähalli trug die Mannschaft durch das Spiel und wir feierten ein furioses 6:0 ! Die Magie der Bucket List? Wer weiss…

Ein weiteres Häkchen bescherte mir der Spaziergang über das gefrorene Meer von Hietaniemi bis zum Cafe Regatta. 2008 stand ich zuletzt auf Seeeis und fand den Gedanken und das Gefühl so faszinierend, dass ich das gerne noch einmal erleben wollte. Ich hatte dabei gar nicht an die Lieblingsstadt gedacht. Umso schöner war dieser unverhoffte Moment im Sonnenschein, der mit Korvapuusti (Zimtgebäck) und Kakao gefeiert wurde.

Selbst ohne diese Häkchen auf der Liste, wäre es eine wunderschöne Reise in die Lieblingsstadt gewesen, aber so war sie erst recht unvergesslich. Voller Erinnerungen und Dankbarkeit landete ich wieder zu Hause. Und während ich noch so darüber nachsann, ob nicht doch etwas dran ist an der Magie der Bucket List, wurde mir gezeigt, dass man weniger grübeln, sondern viel mehr glauben sollte. Ein lustiger und recht unwahrscheinlicher Punkt auf meiner Liste hatte mit dem Drummer meiner Lieblingsband zu tun. Wer mich kennt weiß: ich kann nicht ohne Musik, ich gehe für mein Leben gern auf Konzerte und ich habe eine Schwäche für die finnische Band Sunrise Avenue. Als ich die Bucket List schrieb und mich darüber mit Freunden austauschte, hieß es, dass auf so eine Liste unbedingt auch so ein „Wen ich mal treffen möchte“-Ding muss und dass dies in meinem Fall natürlich mit ebenjener Band zu tun haben müsse. Nach kurzem Überlegen, fügte ich mit einem Schmunzeln der Liste folgenden Punkt hinzu: „Ich möchte den Drummer der Lieblingsband treffen, 1-2 Fragen los werden und mit ihm Anstoßen“. Warum auch nicht? Nicht alle Punkte der Liste werden ein Häkchen bekommen, das ist schon ok. Wer den Hype um die Band kennt, weiß warum ich schmunzelte und es selbst nicht recht ernst nahm. Aber wie ich bereits schrieb: Unterschätze nie die Magie der Bucket List. Einige Wochen später kündigte der Schlagzeuger absolut unerwartet und kurzfristig 2 Gigs in Deutschland mit einer kleinen Band in Mini-Clubs an. Das hatte keiner kommen sehen.  Es war zeitlich und organisatorisch machbar und so fuhr ich hin und hatte 2 wunderbare Abende im Franzi’s in Wetzlar und in Roth mit der Ben Granfelt Band und meinen wunderbaren Mädchen. (Ihr seid die Besten). Und am Ende half mir Sami Osala selbst diesen völlig verrückten Punkt auf meiner Bucket List in ein grünes Häkchen zu verwandeln. Es war mir ein Fest diesen lustigen und warmherzigen Menschen zu treffen.

Und nun glaube ich defintiv an die Magie der Bucket List, an die Macht der Vorstellungskraft und daran dass einem Positives widerfährt, wenn man es schafft positiv zu bleiben, auch wenn es mal gar nicht so leicht ist. Ich bin gespannt welche Überraschungen mir der Inhalt meines kleinen Büchleins noch beschert.

Und wann schreibst du deine Bucket List ?

 

8 Kommentare

  1. Lumi81 sagt

    Da ist definitiv was dran, mit dieser Magie 😆! Wie immer machen die Helsinkibilder Lust auf viel mehr und zum Drummer sag ich nur: Never say never…einfach nur witzig wie schnell sich so etwas manchmal ergibt…oder wie sagt man so schön? Unverhofft kommt oft 😉?

  2. Anja Milewski sagt

    So cool, habe bisher noch nie darüber nachgedacht so eine Liste zu schreiben, aber ich werde das jetzt als ersten Punkt auf die Liste setzen!! 😘

  3. Ja die Macht der geschrieben Worte .. sich vor Augenführen was man möchte und einfach dran glauben das es passieren könnte .. nicht zweifeln wie sondern einfach dran glauben das nichts unmöglich ist 😉

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